In der Fachanwaltsordnung (FAO) ist gesetzlich festgelegt, welche Voraussetzungen ein Rechtsanwalt erfüllen muss, um den Titel Fachanwalt für Medizinrecht von der Rechtsanwaltskammer verliehen zu bekommen. Hierzu muss ein Rechtsanwalt nicht nur die besonderen theoretischen Kenntnisse durch die Teilnahme an Seminaren mit Bestehen von Klausuren sondern auch die praktischen Erfahrungen nachweisen. Als Fachanwalt für Medizinrecht darf sich nur derjenige bezeichnen, der mehrere Jahre als Rechtsanwalt tätig ist und die Bearbeitung einer Vielzahl medizinrechtlicher Fälle nachweisen kann. Weitere Voraussetzung ist die Teilnahme an jährlichen Schulungen, um den Titel auch weiterhin führen zu dürfen. All diese Voraussetzungen werden von der zuständigen Rechtsanwaltskammer überwacht. Der Titel Fachanwalt für Medizinrecht ist nicht leicht zu erreichen und steht daher für geprüfte Qualität.

Die Bundesrechtsanwaltskammer führt eine jährlich aktualisierte Statistik. Mit Stand 01.01.2016 waren insgesamt in Deutschland 163.779 Rechtsanwälte zugelassen. Hiervon führen lediglich 1.661 den Titel Fachanwalt für Medizinrecht (im Vergleich: 10.265 Fachanwälte für Arbeitsrecht und 9.685 Fachanwälte für Familienrecht).

Das Medizinrecht umfasst ein breites Gebiet, das Arzthaftungsrecht ist hierbei nur ein geringer Ausschnitt. Dies lässt sich in einem sehr groben Schaubild darstellen:

 

 

Im Arzthaftungsrecht habe ich mich dazu entschieden, als Patientenanwältin allein auf Seiten der Patienten tätig zu sein.