Gutachten bestätigt den Verdacht der Familie


Es ist ein gängiges Medikament, Ärzte verschreiben „Diclofenac“ gegen Schjmerzen bei Zerrungen oder Rheuma. Doch Ruth G. (67) brachte eine „Diclofenac“-Spritze den Tod.

Rückblick: Die Rentnerin hatte Schmerzen im Schultergelenk, ging zum Arzt, wollte schnelle Linderung. In  der Praxis war schon seit Jahren verzeichnet, dass sie gegen den Wirkstoff „Diclofenac“ allergisch war. Der behandelnde Mediziner übersah den Warnhinweis wohl, spritzte ihr das für sie tödliche Medikament. Anaphylaktischer Schock. Multiorganversagen (BILD berichtete).

Was bisher nur eine Vermutung war, haben die Kinder von Ruth. G. nun schriftlich: Ein toxikologisches Gutachten bestätigt den Tod durch die Schmerz-Spritze.

Darin heißt es: „Sofern tatsächlich mehr als 2 Tage vor dem Tod von Frau G. eine Diclofenacinjektion erfolgte, so kann … eine dadurch ausgelöste, allergische Reaktion zwangslos als todesursächlich angenommen werden. Hinweise auf eine konkurrierende Todesursache ergaben die toxikologischen Untersuchungen nicht.“

Petra V. (50), die Tochter von Ruth G. zu BILD: „Wir hoffen, dass jetzt Anklage gegen den Arzt erhoben wird. Schlimm, dass er sich nicht mal bei uns entschuldigt hat.“

Sabrina Diehl (33), Fachanwältin für Medizinrecht, fordert Schmerzensgeld vom Mediziner. Sie: „Was  die Versicherung des Arztes uns bisher angeboten hat ist eine Unverschämtheit!“

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