Kamp-Lintfort - „Ich werde sterben, möchte aber das meine Familie abgesichert ist…“

Josef G. (56) ist Realist. Der ehemalige Bergmann weiß, dass seine Krebserkrankung unheilbar ist. Bild erzählt seine traurige Geschichte:

Im Mai 2012 wird Josef G. auf Anordnung des Sozialgerichtes von einem Arzt begutachtet. Grund: Durch die Arbeit unter Tagen sind seine Knochen kaputt. Es werden Röntgenaufnahmen gemacht. Und darauf ist an der Lunge ein Schatten zu erkennen. Krebs!

„Aber die Bilder wurden gar nicht mit mir besprochen. Auch im Gutachten war davon keine Rede. Hätte der Arzt da richtig aufgepasst, lägen meine Überlebungschancen bei 70 Prozent. Jetzt sind sie gleich null“, sagt Josef G. Erst neun Monate später wird der nun faustgroße Tumor entdeckt.

Der ehemalige Bergmann wird operiert, doch die Chemo muss wegen Unverträglichkeit abgebrochen werden. Der Krebs hat da bereits gestreut, bis in die Leber. Josef G.: „Ich habe starke Schmerzen, will aber Gerechtigkeit für meine Familie, wenn durch meinen Tod eine Lücke entsteht!“

Patientenanwältin Sabrina Diehl (33, Marl) sagt zu Bild: „Ich gehe von einem groben Behandlungsfehler aus. Der Arzt hätte die Schattierung als Tumor erkennen und meinen Mandanten darüber informieren müssen. Wir haben Klage eingereicht, fordern 100.000 Euro Schadensersatz.“

Bild wollte auch die Meinung des Mediziners hören, der den Schatten auf der Lunge wohl übersehen hatte. Sein Anwalt ließ mitteilen: „Zum laufenden Verfahren äußern wir uns nicht.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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