Oberhausen – Dieser Mann könnte mit schwersten Krankheiten infiziert sein – weil Krankenschwestern offenbar eine Spritze mehrfach benutzten!

Hans-Peter M. (58) lag wegen einer schweren Blutvergiftung im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen, wurde operiert, war deshalb nicht ganz Herr seiner Sinne.

Weil er Diabetiker ist, bekam er täglich Insulin gespritzt. Was für ihn lebenswichtig ist, könnte ihm jetzt schwer schaden.

Fassungslos sagt er zu BILD: „Auf dem Insulin-Pen hätte mein Name mit einem Code stehen müssen. Dann haben die Schwestern nach mehrmaligem Gebrauch festgestellt, dass die Spritze aber schon von einem anderen Patienten vorher genutzt wurde.“

WAS FÜR EIN SCHOCK!

„Ich habe gedacht, ich träume, wollte sofort wissen, welche Krankheiten die Person mit der gebrauchten Spritze hat. Aus Gründen des Datenschutzes und Patientengeheimnisses werde ich das aber nicht erfahren. Das macht mich total fertig.“

Jetzt muss er sich auf HIV, TBC und sämtliche anderen Krankheiten testen lassen. Der Patient: „Der Albtraum ist aber erst nach eineinhalb Jahren vorbei, dann erst weiß ich sicher, ob ich mich irgendwie angesteckt habe.“

Was sagt das Krankenhaus zu dem Vorfall? Fast nichts! Eine Sprecherin zu BILD: „Wir haben keine Entbindung von der Schweigepflicht vorliegen und unterliegen dem Datenschutz. Daher können wir keine personenbezogene Auskunft geben.“

Patientenanwältin Sabrina Diehl (34, Oberhausen) hat die Behandlungsunterlagen angefordert. Sie: „Solche Fehler dürfen in einer Klinik nicht passieren, auch wenn der Alltag für das Personal stressig ist. Mein Mandant lebt jetzt in absoluter Ungewissheit. Das muss ein Ende haben.“

 

 

 

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