Ramazan T. (35) wollte sich bei einem Routine-Eingriff eigentlich nur die Hämorrhoiden entfernen lassen

„Ärzte haben meinen Penis verbrannt!“


Recklinghausen – Er ging mit einem unangenehmen Problem ins Krankenhaus – und verließ es mit einem noch viel unangenehmer Problem.

Lagerarbeiter Ramazan T. (35) aus Recklinghausen litt seit Jahren an Hämorrhoiden. Am 18. November wollte er sie sich in einer Klinik entfernen lassen.

Ein Routine-Eingriff ! Doch bei der OP muss irgendwas schiefgegangen sein. Der Schock für den Familienvater: „Nach dem Erwachen aus der Vollnarkose war mein Penis verbrannt!“

Ramazan T. erinnert sich: „Die Hämorrhoiden sollten mit Strom verödet werden. Doch nach der OP hatte ich nicht nur Schmerzen am After, sondern auch vorne tat alles weh!“ Die Krankenschwester habe beschwichtigt, das sei normal. „Doch am nächsten Tag wurde es viel schlimmer. Überall waren Blasen. Wasserlassen wurde zu einer Tortur!“

Ramazan T. holte sich eine zweite Meinung in einer anderen Klinik ein: Dort diagnostizierten die Ärzte Verbrennungen zweiten und dritten Grades!

Was mit ihm während der Narkose passiert ist, weiß Ramazan T. nicht. Doch seine inzwischen eingeschaltete Patienten-Anwältin Sabrina Diehl (35) hat einen Verdacht: „Vermutlich wurde ein Desinfektionsmittel mit zu hohem Alkoholgehalt verwendet. Durch den Strom kann es zu Verpuffungen kommen und dadurch zu heftigen Verbrennungen.“

Ramazan T. war knapp sieben Wochen krankgeschrieben, leidet noch immer höllische Schmerzen. „Sex mit meiner Frau ist nicht möglich.“ Er muss jede Woche zum Urologen. Ob sein Penis je wieder sein wird wie früher, steht nicht fest.

Ramazan T. will das Krankenhaus nun auf - und Schmerzensgeld und Schadensersatz verklagen.

-->